Folge 2: Ungeheuer, Monster und Dämonen

Shownotes

Nachdem wir in der ersten Folge von „ungeheuer vernünftig“ über unsere Lieblings-Ungeheuer geplaudert haben, wollen wir in der zweiten Folge unsere Begriffe klären: Worüber reden wir eigentlich, wenn wir von Ungeheuern, Monstern und Dämonen reden? Gemeinsam mit Euch machen wir uns auf eine Reise zum sprach- und kulturgeschichtlichen Ursprung dieser Worte. Von den Herdgeistern der Germanen geht es über Wundervölker und Fabelwesen bis zu den Dämonen der griechischen Antike. Zum Schluss erzählt Euch Kathrin, was das mit den Ungeheuern bei DSA und D&D zu tun hat. Viel Spaß beim Hören!

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Urheberrechtshinweis: Für Intro und Outro werden die Sounds „Monster Roar“ von darkzanite und „Ambient Intro“ von Kelewin verwendet, beide unter einer Creative Commons Attribution License verfügbar.

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„Ich habe auf dieser Welt kein ausgesprocheneres Ungeheuer und Wunder gesehen als mich selbst.“ (Montaigne)

„Welche Chimäre ist doch der Mensch! Welch Unerhörtes, welch Ungeheuer, welch Chaos, welch widersprüchliches Wesen, welch Wunder!“ (Pascal)

„Der ist ein Ungeheuer, der nicht die liebt, die seinen Geist befruchtet haben.“ (Voltaire)

„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.“ (Nietzsche)

Kommentare (3)

Kathrin Fischer

Hallo Dnalor, das Gilganmesch-Epos gibt da wirklich viel her. Ich sehe das mit Enkidu genauso. Außerdem tauchen dort Monster verschiedener Art auf, oft mit der Funktion die Grenzen des Menschen oder deren Überwindung zu thematisieren. Wem es zu mühsam ist die Texte zu lesen empfehle ich die Comic-Version von Dixon & Dixon, amüsant und informativ. Liebe Grüße!

Björn Herzig

Hallo Dnalor! Vielen Dank für Dein positives Feedback und den Link zum YT-Video mit den Geistergeschichten. Dr. Irving Finkel ist mir tatsächlich schonmal auf dem Kanal des British Museums begegnet, aber "Archaeology Now" kannte ich noch nicht. Sehr spannend und m. E. auch plausibel, wie die Bedeutung der mesopotamischen Begriffe für Geist bzw. Dämon hier aus den Keilschriftsymbolen erschlossen wird. Der Gedanke, dass Dämonen eher der Sphäre des Übersinnlichen bzw. Übernatürlichen zuzuordnen sind, deckt sich mit unserer Herleitung der Begriffe in Folge 2. Wir hatten Dämonen (ebenso wie Geister) eher dem göttlichen bzw. religiösen, Monster und Ungeheuer (im Sinne von Fabelwesen) eher dem irdischen bzw. profanen Bereich zugeordnet. Was Du über die Möglichkeit der Menschwerdung von Dämonen schreibst, klingt wirklich interessant - und natürlich auch lustig, wenn man die Art und Weise mit der Menschwerdung Gottes in der Bibel vergleicht. Das Thema wäre eine eigene Folge wert! Herzliche Grüße!

Dnalor the Troll

Interessante Folge. Schön, mal die Herkunft der Begriffe erklärt zu bekommen. Ich hätte da einen Tipp für euch: The First Ghost Stories von Dr. Irving Finkel: https://youtu.be/zNNaZ110ee4 Da geht es zwar hautsächlich um Geister im alten Mesopotamien, aber ab §:42 schaut er sich die alten Keilschriftsymbole für die Wörter Geist und Dämon an. In beiden Wörtern ist das Symbol für Gott / Istar drin, beiden Symbolen ist jedoch ein Bruch vorausgestellt. Geister sind demnach 1/3 Gott (oder übernatürliches Wesen), Dämonen 2/3 Gott (übernatürliches Wesen). Dieser Einteilung nach sind Dämonen (und imho auch Monster/Ungeheuer) näher am Göttlichen als am Irdischen. Und sie können "menschlich" werden. Ich denke da an den Gilgamesch-Epos. Enkidu wird durch Sex und Bier zu einem sterblichen Wesen, zuvor war er das Urbild eines Monsters.

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